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  Reiseberichte von Dani  
  4. Dezember 2005  
 

Liebe Freunde
 
Heute Abend verbringen wir nach 27 Tagen die letzte Nacht auf hoher See und es ist Zeit für mich, eine Analyse zu unserer Regatta zu machen. Morgen werden wir um ca. 08 Uhr Lokalzeit, das Ziel in Bahia als vierter von sechs 50 Fuss Mehrrumpfboote passieren, also 7 Tage später als GIFI der zweiter wurde, und da muss ich doch sagen, dass, ohne diesen Bruch vom Bugspriet (Spinnakerbaum), wo wir an dritter Stelle lagen vor GIFI, ein Stockerl Platz hätte drin liegen können. Die Rückkehr nach Roscoff, plus die Reparatur haben uns 1 ¾ Tag gekostet, dann hatten wir 4 Tage Flaute, mussten zehnmal das Gross runter holen, um drei Falle zu ersetzen (Fehler in der Mastkonstruktion) dann die ganze Überfahrt ohne unseren riesigen Genaker 166 qm und die Genua 145 qm (unsere Joker) auskommen, was mindestens 2 Tage ausmacht, den Spi von 215 qm konnten wir nur bedingt bei 2 Windstärke und platt vor dem Wind einsetzen, halsen unmöglich, macht also praktisch 7 Tage zusätzlich, ohne direkten Kampf mit den Gegnern. Wir mussten uns nach jedem Rückschlag durch eine Reparatur neu motivieren und konnten nur gegen die Zeit kämpfen. Haben kaum Fehler in der Meteo-Wahl gemacht. Also bin doch recht stolz auf unsere Leistung für unsere erste transatlantische Regatta, umso mehr, dass unsere Mitkonkurrenten mindestens 5 Transats und mehr, hinter sich haben. Gewisse Schweizer Journalisten schrieben, wie meine Schwester zitierte, wir wären auf einem Kaffee Törn, macht mich das wütend, weil wir manchmal bis zum Umfallen gekämpft haben und nie aufgehört haben an uns zu glauben. Wir haben 2 Stürme überlebt! Von den insgesamt 16 Mehrrumpfbooten am Start sind nur gerade 8 eingetroffen, einige haben Totalschaden erlitten und dies meistens mit den weltbesten Skippern am Ruder. Mit Pierre hat es prima geklappt und ich würde es wieder mit ihm tun, allerdings mit noch mehr Vorbereitungsphase.

Und jetzt, freue ich mich auf eine Dusche, eine Caipirinha und auf meine Frau die mich in Bahia seit einer Woche erwartet. Dann gilt es das Schiff wieder flott zu machen, (mindestens zehn Tage Arbeit) für die nächste Etappe allerdings nicht mehr rennmässig, sondern dolce farniente, die uns dann nach Guadeloupe führt via Tobago, Granada, St.Lucia (3000 Meilen), Ankunft Ende Januar. Für diese Etappe suche ich noch eine geeignete Crew, Interessenten können sich via e mail an mich wenden, danymonnier@freemail.ch oder auf meine Homepage www.danymonnier.ch

Im Februar komme ich für einen Monat zurück in die Schweiz.

Ich muss jetzt aufhören. Es ist Mitternacht und sehr heiss und draussen wimmelt es nur so von Fischerbooten ohne Licht. Eine Kollision würde mir gerade noch fehlen.

Ich wünsche Euch allen schöne Festtage, viel Schnee und bis zur nächsten Flaschenpost.

Dany

 
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