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(Interview im mit unserem SVO-Mitglied Daniel Monnier)
Victorinox
Technologie-SymBiose
Der Schweizer Messer- und Uhrenhersteller Victorinox steigt als Sponsor in die internationale Regatta-Szene ein. In Zusammenarbeit mit dem Zürcher Geschäftsmann und Segler Daniel Monnier wurde der Bau eines 50-Fuss-Hightech-Katamarans in Auftrag gegeben, der derzeit in der technologisch modernsten Katamaran-Werft Europas, der KKG von Dr. Martin Mai aus Wien, seiner Vollendung entgegensieht.
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Das gemeinsame Ziel, das Daniel Monnier und Victorinox auf der sportlichen Ebene verfolgen ist, neben einer Transatlantik-Fahrt pro Jahr und insgesamt sechs Regatten auf den Antillen und im Mittelmeer, die Teilnahme an der Route du Rhum, die 2002 wieder stattfinden wird. Hinter dem Projekt steckt aber weit mehr als das reine Kräftemessen unter Segeln. Denn hinter der 15,25 Meter langen und 9,30 Meter breiten «Victorinox» verbirgt sich eine Philosophie, die dieses Projekt vermutlich von allen anderen Sponsoring-Konzepten unterscheidet. - Der Sponsor
Wir haben mit Urs Wyss, dem Leiter der Werbe- und PR-Abteilung von Victorinox gesprochen und wollten wissen, warum das weltweit bekannte Ibacher Unternehmen gerade in die Nautic Szene investiert.
Urs Wyss, was hat Victorinox dazu bewegt, in dieses Projekt einzusteigen?
Urs Wyss: Zuallererst war es bestimmt Fügung, dass Daniel Monnier zur richtigen Zeit mit dem richtigen Projekt und einem professionellen Konzept bei uns angeklopft hat. Der geschichtliche Hintergrund, in die Nautic-Szene zu investieren, geht aber zurück auf das Jahr 1993, als Victorinox zwei Messer für den Segelsport auf den Markt gebracht hat. Schon damals begann die Zusammenarbeit mit Daniel, der seinen Katamaran Blue Up als nationalen Werbeträger für diese Produkte angeboten hat. Für uns war das eine hervorragende Möglichkeit, unsere Messer sowie das Swiss Tool in der Segelszene bekannt zu machen.
Welche Werbestrategie steckt hinter dem neuen Projekt?
Die übergeordnete Idee ist, die Marke Victorinox in aller Welt bekannt zu machen. Nach dem zweiten Weltkrieg, als die GI`s unsere Messer mit in die USA nahmen, wurden unsere Produkte weltweit unter der Bezeichnung «Swiss Army Knife» bekannt. Den Namen Victorinox kennen im Gegensatz dazu bis heute sehr wenig Menschen. Daher betreiben wir seit rund acht Jahren Aufbauarbeit, um das Produkt mit der Marke in Verbindung zu bringen. Dies ist für uns nun um so wichtiger, als wir auch seit einiger Zeit mit einer Uhrenkollektion auf dem Markt sind. Und zum Projekt passend, seit zwei Jahren auch mit einer Serie für Segler.
Messer, Uhren und Katamarane, wie passt das für Sie zusammen?
Ganz ehrlich gesagt, hervorragend. Denn in dem Projekt von Dr. Martin Mai finden wir auch einen Teil unserer Firmenstrategie verwirklicht. Dazu muss ich wieder ins Jahr 1995 zurückgehen, das bei uns einen Produktwandel einläutete. Bis zu diesem Zeitpunkt beschränkten wir unser Hauptaugenmerk auf den Verkauf traditioneller Produkte. Seit 1995 investieren wir verstärkt in innovative Produkte und haben damit grossen Erfolg. Die «Victorinox» gilt dank ihres konsequent futuristischen und aussergewöhnlichen Designs, der verwendeten Baumaterialen, der Ergonomie und der absoluten Präzisionsplanung als zukunftsweisend. Stellt also eine perfekte Symbiose zu unseren Produkten dar. Ausserdem sehen wir in der «Wave-Cutter-Bauweise» unsere Messer in doppeltem Sinn repräsentiert.
Die «Victorinox» wird an Regatten und internationalen Messen teilnehmen. Sind noch andere Einsatzzwecke vorgesehen?
Ja, denn der Katamaran ist nicht nur Rennboot, sondern gleichzeitzig Cruiser, was uns in unserer Firmenphilosophie als Produzent von Abenteuer-Werkzeugen wiederum sehr entgegenkommt. Dank konsequenter Bauweise, das Boot wiegt lediglich 5800 kg, wird der Kat sowohl im Renngeschehen die Nase vorne haben, als auch als komfortables Charterboot für acht bis zehn Personen zum Einsatz kommen. Das heisst, dass die «Victorinox» zwischen den Regatten gechartert werden kann. Wir selbst werden diese Möglichkeit auch zum Anlass nehmen, um mit unseren Händlern und Partnern Abenteuer-Incentive-Reisen zu veranstalten. Mit dem Kat ergeben sich aber auch zusätzliche Möglichkeiten, unsere Händler weltweit werblich zu unterstützen.
Urs Wyss, bitte um einen abschliessenden Satz.
Der Segelsport wird immer populärer und wir sind sicher, mit der «Victorinox» zur richtigen Zeit und vor allem mit dem richtigen Konzept eingestiegen zu sein. Wir sind sehr glücklich über diese Technologie-Symbiose.
Das Boot
Die «Victorinox» beruht auf dem Novara-Konzept und stellt als Novara 50 R eine verlängerte Version der Novara 44 dar, die seit 1996 über die Weltmeere segelt. Urvater, Konstrukteur und Erbauer ist der Wiener Dr. Martin Mai, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die optimale Katamaranform zu entwickeln. Das futuristische und extravagante Aussehen der Konstruktion beruht daher nicht auf Designer-Launen, sondern ist das Ergebnis von mehr als 100 Schlepptankversuchen, die seit 1990 an der Universität in Southampton durchgeführt wurden, sowie ergonomischen und konstruktiven Berechnungen. Mit anderen Worten, bei der Novara 50 R wurde nichts dem Zufall überlassen und jedes kleinste Detail entspringt einer konstruktiven Bedeutung.
Die drei wesentlichen Merkmale, die die «Victorinox» von anderen Fahrten oder Rennkatamaranen unterscheiden, liegen in der Verarbeitungsmethode, der Rumpfform sowie der Raumgestaltung in den sogenannten «Human Tubes», den Wohnrümpfen.
Technische Daten:
Länge: 15,25 m
Breite: 9,30 m
Grosssegel:135 m2
Fock:50 m2
Genua:105 m2
Gennaker:155 m2
Masthöhe:23 m
Preis: 1,2 Mio Fr.
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